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Léon Gruenbaum

Der Atomphysiker Dr. Léon Gruenbaum ist am 22.7.04 verstorben und auf dem Friedhof von Mingolsheim im Elsass begraben. 2015 erhielt er posthum den Whistleblower-Ehrenpreis.

Nunmehr wurde am 30.3.16 an seinem Grab auf Veranlassung seiner Frau, Freunden und der Gemeinde Mingolsheim eine Gedenktafel enthüllt, die an sein besonderes Schicksal erinnert, vor und nach 1945 erneut Opfer von Antisemiten geworden zu sein.

Broschüre anlässlich der Enthüllung der Gedenktafel ed. D. Schulze  - pdf

Späte Genugtuung für Dr.Léon Gruenbaum:  KIT-Senat distanziert sich von der damaligen  Ehrung Rudolf Greifelds

In der Presseinformation 155/2015 des KIT -Senats vom 14.12.2015 heißt es:

Der Senat des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT - vormals Kernforschungszentrum Karlsruhe) hat sich in seiner heutigen Sitzung mit der Ehrensenatorwürde von Dr. Rudolf Greifeld befasst und distanzierte sich gegenüber der damaligen Ehrung an den früheren kaufmännischen Geschäftsführer (1956-1984) des ehemaligen Kernforschungszentrums Karlsruhe. „Nach dem heutigen Kenntnisstand und auf der Basis ethischer Bewertungen würde die Ehrung von Dr. Greifeld nicht mehr erfolgen. Der KIT-Senat bedauert die damalige Ehrung“, so der Beschluss in der heutigen Senatssitzung.

Erstmals in diesem Jahr verleihen die „Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)“ und die Deutsche Sektion der internationalen Juristenvereinigung IALANA (neben dem Whistleblower-Preis auch) den Posthum-Whistleblower-Ehrenpreis.  Er geht an den früheren Physiker am Kernforschungszentrum (KFZ) Karlsruhe      Dr. Léon Gruenbaum (1934 – 2004)

ausf.begründung der jury für dr.l.gruenbaum (deutsch)

ausf. begründung (englisch)

ausf. begründung (französisch) - Übersetzung: Dipl.-Sprachmittler Rolf Junghanns, Karlsruhe

Die Jury hat ihre Auswahlentscheidung wie folgt begründet:

In diesem Jahr wird erstmals auch ein Posthum-Whistleblower-Ehrenpreis vergeben, und zwar an Dr. Léon Gruenbaum, einen früher am Kernforschungszentrum Karlsruhe beschäftigten deutsch-französischen Physiker, der als NS-Verfolgter („survivor child“) gegen rassistische und NS-affine Äußerungen dortiger NS-belasteter Leitungspersonen protestiert hatte und im Gefolge dieser Konflikte nicht weiterbeschäftigt wurde.

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